VWL-Perspektive auf Familienunternehmen

Familienunternehmen sind insbesondere in Deutschland, aber auch international, von großem volkswirtschaftlichem Interesse. Sie repräsentieren das Gros des deutschen Mittelstandes und sind der Hauptarbeitgeber der privaten Wirtschaft. Weiterhin sind sie in der Fläche aktiv und bieten Perspektive und Arbeitsplätze speziell im ländlichen Raum, da Mittelstand und Familienunternehmen gerade in ihren Heimatregionen investieren. 

Familienunternehmen können daher als Rückgrat der sozialen Marktwirtschaft bezeichnet werden. Aufgrund ihrer langfristigen Ausrichtung sind sie auf entsprechend ausgerichtete ordnungspolitische Rahmenbedingungen angewiesen. Daher stellen sich ihnen auch weitreichende Fragen, welche über die betriebswirtschaftlichen Aktivitäten hinausgehen:

  • Wie sollte ein investitionsfreundliches und eigenkapitalneutrales Steuersystem aussehen?
  • Wie muss die Infrastruktur im Zeitalter der Digitalisierung ausgebaut werden?
  • Wie lässt sich angesichts des demographischen Wandels ein nachhaltig finanziertes Sozialsystem gestalten?
  • Wie steht es um den Ausbau der betrieblichen Altersvorsorge in Familienunternehmen und des Mittelstands?


Insbesondere bei den letzten Fragen hat der vom Verband DIE FAMILIENUNTERNEHMER gestiftete Lehrstuhl für Generationen übergreifende Wirtschaftspolitik an der WHU starke Expertise aufgebaut und Konzepte für Politik und Praxis entwickelt.  

Ihr Ansprechpartner

Prof. Dr. Christian Hagist

Prof. Dr. Christian Hagist

Prof. Dr. Hagist studierte von 1998 bis 2003 Volkswirtschaftslehre an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und an der University of Wisconsin-Madison (USA). Nach seinem Abschluss als Diplom-Volkswirt war er wissenschaftlicher Angestellter beim Forschungszentrum Generationenverträge der Universität Freiburg sowie Visiting Scholar bei Prof. Laurence J. Kotlikoff an der Boston University (USA). Im Jahr 2007 wurde er mit dem Thema "Demography and Social Health Insurance" bei Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen zum Dr. rer. pol. promoviert. Die Dissertation wurde von der Universität Freiburg mit dem Friedrich-August-von-Hayek-Preis ausgezeichnet. Die anschließenden Forschungsarbeiten von Prof. Dr. Hagist zeichnete die Friedrich-Schiller-Universität Jena im Jahr 2011 mit dem Walter-Eucken-Preis aus. Vor der Übernahme der Professur an der WHU war Christian Hagist Akademischer Rat an der Universität Freiburg und wurde dort 2012 mit "Studien zur Finanzwissenschaft des demografischen Wandels, der Finanzierung öffentlicher Güter und der Gesundheitsökonomik" habilitiert. Forschungs- und Lehraufenthalte führten Prof. Dr. Hagist an die Universität Bergen in Norwegen und an die Université Paris XII in Frankreich. Er wurde sowohl vom Deutschen Bundestag als auch vom Landtag Nordrhein-Westfalens zu Anhörungen geladen.

Tel.: +49-(0)261-6509-255
Mail: christian.hagist(at)whu.edu