Nachfolge

Zwar tritt die Nachfolgeproblematik nur in sehr großen, oftmals Jahrzehnte umfassenden Zyklen ein, doch betrifft sie jedes Familienunternehmen gleichermaßen. Viele Familienunternehmen stellt die Nachfolge auf die Probe und immer wieder werden gescheiterte Nachfolgefälle in den Medien diskutiert. Andererseits kann die Nachfolge jedoch auch als wertvolle Chance gesehen werden: Als Chance zur Veränderung, zur Neuausrichtung und zur Verbesserung.

Am Lehrstuhl für Familienunternehmen der WHU widmen wir uns hier quantitativ und/oder qualitativ insbesondere folgenden Fragestellungen:

  • Unter welchen Bedingungen führt Nachfolge zu Stillstand oder Wandel?
    Im Rahmen einer quantitativen Studie auf Basis von Schweizer Familienunternehmen, bei welchen eine Unternehmensnachfolge im letzten Jahrzehnt stattgefunden hat, finden wir heraus, dass die Beteiligung des Vorgängers an der Nachfolgeauswahl sowie in einer offiziellen Funktion im Verwaltungsrat infolge der Unternehmensnachfolge die Wahrscheinlichkeit von Wandel verringert, während eine formale Vereinbarung, welche den Machttransfer zwischen Übergeber und Übernehmer festlegt, die Wahrscheinlichkeit von Wandel erhöht. (Ansprechpartnerin: Stephanie Querbach)
  • Was bedeutet für die beteiligten Familienmitglieder die Doppelbindung zur Familie und zum Unternehmen im Rahmen der Nachfolge?
    Familienunternehmen definieren sich maßgeblich über den dynastischen Einfluss der Familie auf das Unternehmen. Die Einflussnahme des Unternehmens auf die Familie darf jedoch auch nicht außer Acht gelassen werden. Im Rahmen eines Forschungsprojekts beleuchten wir sowohl die persönliche Sicht des Übernehmenden als auch die des Übergebenden auf den Nachfolgeprozess. Im Vordergrund stehen die persönlichen Fragen und Entscheidungen oftmals nicht nur zur Planung und Durchführung, sondern vielmehr über den selbst zu wählenden Lebensweg und zur eigenen Rolle in Familie sowie Unternehmen. Darüber hinaus bietet die Forschung Einblicke in die Art und Weise, wie Individuen die vielfältigen Facetten ihrer Identität managen und wie und mit welcher Konsequenz Individuen Situationen managen, in denen Identitäten in Konflikt geraten. (Ansprechpartnerin: Anna Schade)

Ihre Ansprechpartnerinnen

Stephanie Querbach

Stephanie Querbach

Seit Januar 2016 ist Stephanie Querbach als Doktorandin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Familienunternehmen tätig. Sie absolvierte ihr Bachelor und Master Studium an der Freien Universität Bozen. Im Rahmen ihres Bachelorstudiums besuchte sie die Universität Mannheim und verbrachte während des Masterstudiums ein Semester an der Università degli Studi di Firenze. Anschließend sammelte sie wertvolle Berufserfahrung in einem Beratungs- und Lebensmitteleinzelhandelsunternehmen. Ihre Forschungsinteressen liegen in den Bereichen Nachfolge, Innovation und Führung in Familienunternehmen.

Tel.: +49 (0)261 6509-782
Mail: stephanie.querbach(at)whu.edu

Anna Schade

Anna Schade

Seit September 2013 ist Anna Schade externe Doktorandin am Institut für Familienunternehmen. Anna hat einen Bachelorabschluss von der European Business School und einen Masterabschluss von der Copenhagen Business School. Ihre Dissertation wird von Prof. Dr. Sabine Rau betreut und beschäftigt sich mit dem Thema "Identitätsperspektiven im Familienunternehmen".

Mail: anna.schade(at)whu.edu