CEO

„Soll eines meiner Kinder oder lieber eine externe Person zukünftig CEO sein?“ Diese und ähnliche Fragen erreichen uns häufig aus der Praxis. Befürworter eines Familien-CEOs nennen u.a. folgende Argumente:

  • Ein CEO aus der Familie vertritt besser die Interessen der Familie und vermeidet unnötige Kosten und Risiken.
  • Familienmitglieder haben z.T. seit früher Kindheit Wissen und Erfahrung rund ums Unternehmen aufgebaut.
  • Das Familienunternehmen wird als solches besser wahrgenommen, wenn auch der CEO aus der Familie stammt.

  

Befürworter eines externen CEOs nennen u.a. folgende Argumente:

  • Es wäre ein großer Zufall, wenn von allen verfügbaren Managern ausgerechnet ein Familienmitglied die höchste Eignung besitzt.
  • Ein externer CEO kann besser unterschiedliche Interessen von Familienmitgliedern oder –stämmen berücksichtigen.
  • Mitarbeiter schätzen es, wenn auch familienfremde Personen im Unternehmen die Top-Position bekleiden können.

 

Auch wenn die oben zusammengefasste Diskussion von zentraler Bedeutung ist, so zielt unsere Forschung doch darauf ab, auch allgemein das Wissen über CEOs in Familienunternehmen zu strukturieren und zu erweitern. Einige Beobachtungen möchten wir hier kurz zusammen fassen:

  • CEOs bleiben in Familienunternehmen länger im Amt als in Nicht-Familienunternehmen. Dies gilt auch für externe CEOs.
  • Ob der CEO ein Familienmitglied ist oder nicht, wirkt sich entscheidend auf strategische Entscheidungen (z.B. M&A) der Firma aus.
  • Externe CEOs werden insbesondere in den ersten Amtsjahren kritisch hinterfragt – im Erfolgsfall werden sie z.T. später als Quasi-Familienmitglied angesehen. 

Ihre Ansprechpartnerin

Prof. Dr.  Nadine Kammerlander

Prof. Dr. Nadine Kammerlander

Nadine Kammerlander wurde im November 2015 zur Lehrstuhlinhaberin des Instituts für Familienunternehmen an der WHU – Otto Beisheim School of Management berufen. Zuvor war sie als Assistenzprofessorin an der Universität St. Gallen tätig. Nadine Kammerlander ist diplomierte Physikerin (TU München) und promovierte Betriebswirtschaftswissenschaftlerin (Otto-Friedrich Universität Bamberg). Sie arbeitete mehrere Jahre bei McKinsey & Company und beriet internationale Unternehmen der Automobil- und Halbleiter-Branche in Produktentwicklungsprojekten. Neben der Schweiz und Deutschland lebte bzw. arbeitete Nadine Kammerlander auch in Schweden, Italien, USA und Mexiko.

Tel.: +49-(0)261-6509-780
Mail: nadine.kammerlander(at)whu.edu

Jun.-Prof. Dr. Max Leitterstorf

Jun.-Prof. Dr. Max Leitterstorf

Max Leitterstorf ist seit 2014 Juniorprofessor am Institut für Familienunternehmen der WHU – Otto Beisheim School of Management. Im Rahmen von Forschung und Lehre beschäftigt er sich mit den ökonomischen und nicht-ökonomischen Zielen von Unternehmerfamilien und den jeweiligen Auswirkungen auf der Unternehmensebene. Konkrete Forschungsprojekte befassen sich u.a. mit der Dividendenpolitik, M&A und Risiko. Neben der eigene Forschung und Lehre fördert Max Leitterstorf auch die wissenschaftlichen Mitarbeiter am Institut und die Einbindung von Familienunternehmern u.a. durch die jährliche Konferenz „Campus for Family Business“.
Vor seinem Wechsel an die WHU war Max Leitterstorf ab 2008 Unternehmensberater bei der Boston Consulting Group (BCG). Dort beriet er sowohl Großkonzerne als auch Familienunternehmen bei verschiedenen strategischen Fragestellungen. Projektthemen waren u.a. PMI, Kernprozesse, und Organisationsstrukturen. Seit dem Wechsel an die WHU unterstützt Herr Leitterstorf (z.T. gemeinsam mit studentischen Teams) Familienunternehmen bei unterschiedlichen Themen wie der strategischen Ausrichtung bzw. mit Blick auf die Rolle der Familie im Unternehmen.

Tel.: +49-(0)261-6509-810
Mail: max.leitterstorf(at)whu.edu